Ausrüstung

Die Feuerwehr Kiefersfelden stellt  die verfügbare moderne Ausrüstung im Detail dar:

 

Gerätehaus


Seit bestehen des Eisenschmelzwerks in Kiefersfelden war Tradition, daß die Feuerwehrgeräte dort untergebracht und betreut wurden. Als der Betrieb des Eisenhüttenwerks durch die „Marmor Industrie Kiefer AG“ unter Leitung von Direktor Wilhelm Kröner, selbst Kommandant der FFw Kiefersfelden, wieder aufgenommen wurde, sorgte diese weiterhin für die kostenlose Unterbringung und Pflege der Geräte, allmählich wurden die Geräte immer mehr, so daß die „Zimmerhütte“ als bisheriger Aufbewahrungsraum nicht mehr genügend Platz bot. Man musste auf verschiedene abseits gelegene Räume ausweichen. Im Mai 1930 wurde durch die Gemeinde ein Grundstück erworben, 1932 war Baubeginn für das Feuerwehrhaus (Einweihung 1933). Mit kostenlosem Arbeitsdienst und Materialspenden gingen Gemeinde, Feuerwehr, Sanitätskolonne, Bauern, Hausbesitzer, Industrie und Handel in Gemeinschaftsarbeit ans Werk. Die schönsten Bäume zum Bau des Trockenturmes spendete der „Hintergugglberger“, sie standen auf der sog. „Burg“ über dem Hechtsee. Auch die Stadt Kufstein schenkte Bauholz. Der Bau wurde von den Behörden als „Notstandsarbeit“ anerkannt und so musste ein Teil der Arbeitslosen mitarbeiten. Für das Rote Kreuz wurden eigene Räume abgetrennt. Leider wurde in den Kriegsjahren auch das E- Werk und das Wasserwerk einquartiert, der Schulungsraum und ein weiterer Raum wurden Werkstatt. 1945 warfen amerikanische Truppen sämtliches Feuerlöschgerät raus und machten sich breit. Der damalige stelv. Kommandant zog seine Feuerwehruniform an, und wollte Ordnung schaffen. Die Amerikaner verstanden kein Wort, glaubten wegen seiner Uniform, er sei ein Offizier und sperrten ihn kurzerhand ein. 1947/48 wurde eine Wohnung für den Gerätewart angebaut. In den Nachkriegsjahren mußten auch noch die Rüben und Kartoffeln für die Sonderzuteilungen wegen der Hungersnot eingelagert werden. Anfang der 70er Jahre zog das BRK aus, 1973 wurde der Gemeinde Bauhof fertiggestellt, nun zogen die Gemeindewerke um, und im Zuge der Renovierung des Feuerwehrhauses konnte eine Funkzentrale, Toiletten- und Waschräume sowie eine Werkstatt erstellt werden. Der große Unterrichtsraum stand wieder zur Verfügung. 1982 konnte in Eigenleistung und mit Unterstützung der Gemeinde ein Büro, eine Kleiderkammer und eine Atemschutzwerkstatt integriert werden. 1987 wurden zwei Fahrzeugstellplätze angebaut und eine eigene Zentralheizung (bis dato wurde durch eine unterirdische Leitung vom BRK Gebäude mit geheizt) installiert.

 

 

Atemschutz

Als Grundausrüstung verfügt die Feuerwehr Kiefersfelden über 11 Pressluftatmer der Firma Interspiro. Diese Geräte sind mit einem Totmannwarner ausgestattet.

Am Gerät ist ein Holster angebracht in dem sich jeweils eine Bandschlinge, Holzkeil, Schere und Türmarkierungskreide befinden.

Das Totmann-Gerät  gibt Alarm, wenn sich der Atemschutzgeräteträger nicht bewegt und erleichtert somit das Auffinden des verunglückten Kameraden.

Masken verwendet die Feuerwehr Kiefersfelden des Typ's Ultra Elite der Firma MSA Auer, teilweise auch mit Maskenbrille für Kameraden mit einer Sehschwäche.

Zum Mitführen bei Personensuchen in Gebäuden liegen auf beiden Löschfahrzeugen jeweils eine Wärmebildkammera, ein Tragetuch sowie Fluchthauben und Bandschlingen, die vom jeweiligen Atemschutztrupp mitgeführt werden können.

Die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Kiefersfelden haben als zusätzliche Ausrüstung zu Ihrer Persönlichen Schutzausrüstung Flammschutzhauben erhalten.

Die Atemschutzüberwachung wird bei der Feuerwehr Kiefersfelden mit einem elektronischen Gerät durchgeführt. Mit diesem Gerät können maximal 3 Trupps überwacht werden.

Wie wird die Feuerwehr Kiefersfelden alarmiert

 

Im Ortsgebiet von Kiefersfelden sind drei Sirenen aufgestellt die bei einem Vollalarm alle Feuerwehrkameraden im Ort alarmieren. 

Ein Großteil der Feuerwehrler besitzen einen Funkmeldeempfänger (FME), auch Piepser genannt.

Je nach Ausbildungsstand und Tageserreichbarkeit sind diese mit 4 unterschiedlichen Alarmierungsschleifen programmiert.

Durch die Alarmierungsschleifen wird bei einem Einsatz die benötigte Mannschaftsstärke informiert.

So werden bei der kleinsten Schleife 21 Kameraden alarmiert, die Mittlere informiert 34 Kammeraden und die größte Schleife vor dem Vollalarm ruft dreiviertel der Kammeraden zum Einsatz.

Erreicht ein Notruf die Integrierte Leitstelle Rosenheim (ILS), entscheidet ein festgelegtes System, welche Einsatzgerätschaften oder Fahrzeuge benötigt werden.

Es kommt zum Einsatz

Die Funkmeldeempfänger werden von der Integrierte Leitstelle Rosenheim ausgelöst.

Diese Piepser tragen unsere Feuerwehrler 24 Stunden/ 365 Tage im Jahr mit sich.

Der nun zu hörende Alarmton fordert die Männer und Frauen der Feuerwehr auf sich umgehend ins Feuerwehrhaus zu begeben.

Jetzt verlassen wir unsere Arbeitsstelle, Familien, Freizeitaktivität oder unseren Schlaf. Im Gerätehaus lesen wir an einem Bildschirm und Einsatzfax ab, was passiert ist, welche Gerätschaft gebraucht wird und wo es hingeht.

Jeder von uns legt nun seine bereitgestellte Einsatzkleidung an und besetzt die alarmierten Fahrzeuge.

Sind die Fahrzeuge voll besetzt rücken wir je nach Tages und Nachtzeit zwischen 2 bis 4 Minuten nach Alarm aus. Die nächsten Fahrzeuge folgen.